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Zuhause (2025)

SKULPTUR

Wie machen wir uns ein Zuhause, wenn Zuhause nicht fix ist? Nicht an einen festen Ort gebunden ist?

In einer Zeit, in der Migration, Mobilität und Trennung alltäglich geworden sind, verschieben sich Vorstellungen von Vertrautheit und Sicherheit zunehmend auf Objekte, Rituale und Erinnerungen. Dinge, die mitgeführt werden, übernehmen die Funktion, auch unterwegs stets mit dem eigenen Zuhause verbunden zu sein. Ein unsichtbares Band, das ein Gefühl von Zugehörigkeit vermittelt.

Textilien sind seit jeher Träger solcher Bedeutungen. Sie speichern Spuren, erzählen Geschichten, markieren Übergänge. Eine Decke schützt vor Kälte, aber auch vor dem Gefühl des Ausgesetztseins. Sie kann Wärmespender, Rückzugsort oder Übergangsobjekt sein. Dabei bleibt sie immer beweglich: tragbarer Raum, temporäres Dach, Zeichen der Fürsorge.

“Zuhause untersucht, wie sich das Gefühl von Zuhause in persönliche Gegenstände einschreibt und wie diese Dinge helfen, emotionale Räume zu stabilisieren. Sie verweist zugleich auf die Fragilität dieser Konstrukte: Zuhause entsteht im Dazwischen – in dem, was bleibt, was mitgenommen wird und was sich unterwegs verändert.

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